Aktuelles

Shahidul Alam

 

07.08.2018: Aktivist Shahidul Alam verhaftet

Der Fotograf und freimütige Aktivist Shahidul Alam wurde unter Art. 57 des Bangladesh’s Information and Communication Technology Act angeklagt, nachdem er dem Nachrichtensender AlJazeera ein Interview gegeben hat. Hier können Sie eine Briefvorlage herunterladen: Activist faces 14 years in jail for media interview

 

01. 01.2018: Die Mörder von Xulhaz Mannan müssen gefunden werden

Xulhaz Mannan

Bitte beteiligen Sie sich an unserer Briefaktion zu Xulhaz Mannan. Xulhaz Mannan gründete eine Zeitschrift für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intergeschlechtliche und Queere (LGBTIQ). Im April 2016 wurde er brutal ermordet. Die Täter_innen wurden bis heute nicht ermittelt. Amnesty International hat dazu eine Eilaktion herausgegeben: Briefaktion Xulhaz Mannan

03.05.2017: Blogger, Buchautoren und Verleger vermehrt bedroht und verfolgt.

Meinungsfreiheit

Mehrere von ihnen wurden bereits getötet. Die Behörden in Bangladesch verweigern ihnen den notwendigen Schutz vor Angriffen und tragen durch Diffamierungen zusätzlich zur Gewalt bei. Die Regierung selbst unterdrückt mit repressiven Gesetzen die Meinungs- und Pressefreiheit. Dies dokumentiert Amnesty International in einem aktuellen Bericht.

„Immer wieder werden in Bangladesch Menschen allein deshalb verfolgt und getötet, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben. Wer sich aufgrund von Drohungen an die Polizei wendet, wird abgewiesen. Die Beamten weigern sich, die Anzeigen aufzunehmen“, sagt Bernhard Hertlein, Bangladesch-Experte von Amnesty International in Deutschland.

„Gleichzeitig müssen die Täter kaum Strafverfolgung fürchten. In den Fällen, in denen seit 2013 säkulare Blogger getötet wurden, ist es nur zu einer einzigen Verurteilung gekommen.“ Zudem schürten Behördenvertreter sogar die Gewalt, in dem sie die Opfer diffamierten.

„Auch die Regierung geht immer häufiger repressiv gegen kritische Stimmen vor. Fernsehsender, Journalistenbüros und Internetseiten werden geschlossen, Anzeigengeber massiv unter Druck gesetzt. Angesehene Journalisten werden verhaftet und mit politisch motivierten Anklagen überzogen. Dabei nutzt die Regierung den Information and Communications Technology Act und andere repressive Gesetze, die in ihren vagen Formulierungen Spielraum zur Verfolgung kritischer Stimmen bieten“, kritisiert Hertlein.

„Amnesty fordert die Regierung in Bangladesch dazu auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um Menschen, die von bewaffneten Gruppen bedroht werden, zu schützen. Die drakonischen Gesetze, die unverhältnismäßige Einschränkungen der Meinungsfreiheit möglich machen, sollten geändert oder ganz abgeschafft werden“, fordert Hertlein.

Die Bangladesch-Kampagne „Gefangen zwischen Angst und Unterdrückung“ wird mit einer Presseerklärung eingeleitet. Der englischsprachige Bericht dazu befindet sich hier.

23.02.2017: Der Amnesty-Jahresbericht 2017 beschreibt u.a. Einschränkungen der Meinungsfreiheit und die Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge aus Myanmar.

Der neue Jahresbericht 2017 steht auf Englisch und auf Deutsch zum Download bereit.

Airport Railway Station, Dhaka

 

24.11.2016: Bangladesch schickt Rohingyas nach Mynamar zurück.

Lesen Sie dazu die Presseerklärung von Amensty International London (Bangladesh pushes back Rohingya refugees amid collective punishment in Myanmar)

08.06.2016: Ermittlungen weiterhin verschleppt

Kalpana Chakma, an indigenous women's rights activist .

Kalpana Chakma,

Kalpana Chakma war Koordinatorin der Organisation Hill Women’s Federation, die sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung in der Region Chittagong Hill Tracts einsetzt. Sie wurde in den frühen Morgenstunden des 12. Juni 1996 aus dem Haus ihrer Familie im Dorf Lallyagona im Bezirk Rangamati entführt. Die damals 23-Jährige ist seitdem nie mehr gesehen worden. Bitte beteiligen Sie sich an unserer Sonderaktion: Wo ist Kalpana?

06.06.2016: 10 Morde in zwei Monaten – und immer noch Straflosigkeit

In einer Presseerklärung teilt die amerikanische Sektion von Amnesty International mit, dass innerhalb der letzen zwei Monate in Bangladesch zehn Personen ermordet wurden. Es herrsche ein Klima der Straflosigkeit. Die Presseerklärung der amerikanischen Sektion von ai über Straflosigkeit in Bangladesch: Two months and 10 killings later…

16.05.2016: Pakistan und Bangladesch sind keine sicheren Herkunftsländer

Die deutsche Sektion von Amnesty International lehnt die Festlegung von Staaten als „sichere Herkunftsländer“ ab und fordert auf der Jahresversammlung 2016 einstimmig die Europäische Kommission auf, Pakistan und Bangladesch nicht zu sicheren Herkunftsländern zu erklären. Hier der Beschluss: Bangladesch und Pakistan als sichere Herkunftsländer der EU verhindern

Motiur Rahman Nizami

05.05.2016: Drohende Hinrichtung von Motiur Rahman Nizami stoppen

Nachdem der Supreme Court heute seine letzte Berufung zurück gewiesen hat, fordert Amnesty International die bangladeschischen Behörden auf, ein Moratorium für die Todesstrafe gegen Motiur Rahman Nizami auszusprechen. AI hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben: Halt imminent execution after Supreme Court upholds death sentence.

Xulhaz Mannan

25.04.2016: Brutaler Mord an Herausgeber einer LGBTI-Zeitschrift und seinem Freund

„Der brutale Mord am Herausgeber einer LGTBI-Publikation und seinem Freund, nur wenige Tage, nachdem ein Universitätsprofessor zu Tode gehackt wurde, unterstreicht dem erschütternden Mangel an Schutz, der einer Reihe von friedlichen Aktivisten im Land geboten wird“, sagte Champa Patel, der Südasien-Direktor von Amnesty International.

Hier die Pressemitteilung Bangladesh: Authorities fail to curb brutal killing spree as LGBTI editor hacked to death

07.04.2016: Weiterer säkularer Aktivist zu Tode gehackt

Die hinterhältige Ermordung eines weiteren säkularen Aktivisten in Bangladesch ist eine gewichtige Erinnerung daran, dass die Behörden nicht in der Lage sind, Menschen zu schützen, die ihr Recht auf Meinungsfreiheit ausüben. Hier die Pressemitteilung Authorities must act as another secular activist hacked to death

BRAC primary school at Tangail visited by Irene Khan, Bangladesh. The delegation visited BRAC projects in Tangail and Rajshahi, focussing on the organization's human rights and legal services as well as microfinance, health and education programmes. BRAC works with people whose lives are dominated by extreme poverty, illiteracy, disease and handicaps. With multifaceted development interventions, BRAC strives to bring about change in the quality of life of poor people in Bangladesh.

BRAC primary school at Tangail, Bangladesh.

Februar 2016: Die Chronik 71 ist erschienen.

In unserer aktuellen Chronik, die den Zeitraum vom September 2015 bis Februar 2016 abdeckt, finden Sie wieder eine Auflistung der wichtigsten Ereignisse aus allen Bereichen der bangladeschischen Gesellschaft.

 

11. Dezember 2018