Aktuelles

5. Juni 2024 Gemeinsam mit sechs weiteren Organisationen äußert sich Amnesty zutiefst besorgt über das Todesurteil, das am 27. Mai 2024 von einem Gericht in Bangladesch gegen Frau Lesedi Molapisi verhängt wurde.
Im Jahr 2022 wurde Frau Molapisi, eine Staatsangehörige Botswanas, auf dem Hazrat Shahjalal International Airport in Bangladesch verhaftet, nachdem bei ihr 3,145 Kilogramm Heroin gefunden worden waren.
Ein von einem Gericht verhängtes Todesurteil kann von der Regierung umgewandelt werden. Daher wird Bangladesch aufgefordert, das Urteil gegen Frau Molapisi unverzüglich umzuwandeln, da ein Todesurteil für ein gewaltloses Verbrechen eine eklatante Missachtung des Völkerrechts und internationaler Standards darstellt. Bangladesh: Government must work towards abolishing the death penalty

22. Mai 2024 Seit dem 7. April sind in der Bergregion der Chittagong Hill Tracts im Südosten von Bangladesch mehr als 100 Angehörige der indigenen Gemeinschaft der Bawm willkürlich festgenommen und inhaftiert worden. Ihnen wird “Terrorismus” vorgeworfen und sie werden verdächtigt, der bewaffneten Gruppe KNF nahezustehen, die am 2. und 3. April zwei Banken ausgeraubt und einen Bankdirektor als Geisel genommen haben soll. Zahlreiche Bawm sind aus Angst vor Festnahme in die Dschungelgebiete nahe der Dörfer geflüchtet oder haben das Land verlassen. Die Inhaftierten müssen umgehend freigelassen und die Schikanen gegen die Bawm beendet werden. Unter dem Link finden Sie auch eine Briefaktion, die bis zum 22. August läuft. https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/bangladesch-indigene-bawm-willkuerlich-inhaftiert-2024-05-23

24. April 2024 Der Jahresbericht von Amnesty International über das Jahr 2023 wird veröffentlicht. Zu Bangladesch heißt es, dass die Regierung im Vorfeld der für Januar 2024 angesetzten Parlamentswahlen ihr Vorgehen gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung verschärft hat. Die Behörden nutzten die Befugnisse des Gesetzes über digitale Sicherheit und anderer Gesetze, um Journalist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen  willkürlich zu inhaftieren und zu foltern. Es gab einen besorgniserregenden Anstieg des Verschwindenlassens und mangelnde Rechenschaftspflicht für Todesfälle in Gewahrsam. Geflüchtete litten unter Obdachlosigkeit aufgrund eines Lagerbrandes und eines Wirbelsturms. Die Rationen für Flüchtlinge wurden aufgrund der akuten Finanzierungslücke der UNO eingeschränkt. Bangladesch blieb extrem anfällig für Auswirkungen des Klimawandels. Jahresbericht2023-Bangladesch

7. April 2024 Am 3. und 4. Mai 2024 findet eine kostenfreie Onlineveranstaltung zum Thema “Protect the protest” statt. Bei dieser Veranstaltung bieten zwei Mitglieder der Bangladesch-Kogruppe einen Workshop zu diesem Thema in Bezug auf die Wahlen vom Januar 2024 und die Einkommen in der Bekleidungsindustrie an. 24123_protect_the_protest

30. März 2024 Bangladesch, Pakistan und Indien weisen die weltweit schlechtesten Werte der Luftqualität auf. Und das zu einer Zeit, in der die Weltorganisation der Meteorologie die Alarmstufe “Rot” für die Indikatoren der globalen Erwärmung ausgerufen hat. Dies birgt für über eine Milliarde Menschen das Risiko von Gefahren für Leben und Gesundheit. Widening impact of climate change on air in South Asia requires urgent international cooperation and assistance

30. März 2024 Auf dieser Seite gibt es ein “virtuelles Museum” zu verschiedenen Fällen von Verschwundenen in Südasien mit Informationen und die Möglichkeit, sich mit einem Tweet für sie und ihre Familien einzusetzen. https://www.amnesty.org/en/projects/enforced-disappearance-in-south-asia/

27. März 2024 Dass Menschen entführt werden und verschwinden, gibt es in Bangladesch schon seit den ersten
Jahren nach Erlangen der Unabhängigkeit 1971. Doch seit der Machtübernahme der Awami-Liga im
Jahr 2009 stieg die Zahl alarmierend an. Amnesty International, die Arbeitsgruppe für das Verschwindenlassen der Vereinten Nationen und andere Menschenrechtsorganisationen haben auf das anhaltende Problem hingewiesen; unter dem Deckmantel der “Terrorismusbekämpfung” sind hauptsächlich Oppositionsführer‘innen, Aktivist*innen und Menschen mit abweichenden Meinungen Opfer von Verschwindenlassen. In der Presseerklärung werden drei Fälle aus Bangladesch dargestellt. Fußabrücke: Drei Fälle von Verschwundenen

21. März 2024 In ganz Südasien sind Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder Opfer von Verschwindenlassen. Die meisten von ihnen sind Journalist*innen, Aktivist*innen, Andersdenkende und Angehörige von Minderheiten.

25. März 2024 Amnesty International äußert sich zu dem Prüfungsbericht zu Bangladesch im Rahmen des  allgemeinen, periodischen Überprüfungsverfahrens, UPR, durch den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Dieser Prüfung müssen sich alle Mitgliedsstaaten alle viereinhalb Jahre unterziehen. Consideration of UPR reports: Bangladesh

Februar 2024 “Er trotzt den Stürmen. Immer wieder haben Orkane Teile Bangladeschs zerstört. Der Klimaaktivist Shanewaz Chowdhury setzt sich gegen ein Kohlekraftwerk ein und wiurde deshalb inhaftiert.” Bernhard Hertlein schrieb ein Porträt, dass im AI-Journal erschienen ist. https://amnesty-bangladesch.de/wp-content/uploads/110/Journal022024.jpeg

4. Januar 2024 Mit einer Menschenrechtscharta fordert Amnesty International alle politischen Parteien, die an den bevorstehenden Wahlen in Bangladesch antreten, sicherzustellen, dass der Schutz und die Förderung der Menschenrechte ein zentraler Bestandteil ihrer Pläne für das Land sind. Amnesty International möchte die Menschenrechtsverpflichtungen Bangladeschs verdeutlichen, die in Übereinstimmung mit internationalen Verträgen, einschließlich des Internationalen Pakts über bürgerliche und und politischen Rechte (ICCPR) und des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (ICESR) bestehen sowie durch die Verfassung von Bangladesch garantiert sind. Human Rights Charter

11. Dezember 2023 Hungerlöhne, Unterdrückung von Protesten und unzureichende Entschädigung
bei Arbeitsunfällen und Todesfällen bedrohen die Rechte der Arbeitnehmer*innen. Amnesty International fordert die Regierung von Bangladesch auf, sofortige und konkrete Schritte zu unternehm, um sicherzustellen, dass die Rechte der Arbeitnehmer*innen auf Vereinigungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung respektiert und Gesetzesänderungen vorgenommen werden, damit die Beschäftigten und ihre Angehörigen eine angemessene und rechtzeitige Entschädigung bei Arbeitsunfällen und Todesfällen erhalten. Bangladesh must stop violating labour rights and uphold corporate accountability

 

5. Juni 2024