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Frauengruppe

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Urgent Actions (Eilaktionen)

„Urgent Actions“ (Eilaktionen) sind ein effektiver Weg, um akut bedrohten Menschen das Leben zu retten. Sie sind die denkbar schnellste Form der Intervention: Wenn Amnesty von willkürlichen Festnahmen, Morddrohungen, „Verschwindenlassen“, Folterungen oder bevorstehenden Hinrichtungen erfährt, startet die Organisation eine Urgent Action.

Binnen weniger Stunden tritt ein Netzwerk von fast 80.000 Menschen in 85 Ländern (in Deutschland 10.000) in Aktion: Diese Aktivisten und Aktivistinnen appellieren mit Telefaxen, E-Mails und Luftpostbriefen an die Behörden der Staaten, in denen Menschenrechte verletzt werden. Bei den Adressaten gehen Tausende von Appellschreiben aus aller Welt ein. Es ist dieser rasche und massive Protest, der immer wieder Menschenleben rettet.

Unzählige Personen – von China bis Chile, von Syrien bis Simbabwe – konnten seit der ersten Urgent Action im Jahr 1973 gerettet werden. Allein im Jahr 2007 hat Amnesty International 350 neue Eilaktionen gestartet – etwa 35 Prozent davon zogen positive Meldungen nach sich: Freilassungen, Hafterleichterungen, die Aufhebung von Todesurteilen oder auch Anklagen gegen die Verantwortliche von Menschenrechtsverletzungen.

13. September 2019 Rohingya Law Student suspend from Studies (mit Musterbrief)

8. Mai 2019: Indigener Menschenrechtsaktivist verschwunden

Der indigene Menschenrechtsaktivist Michael Chakma ist seit dem 9. April 2019 verschwunden. Er war auf dem Weg von Kanchpur in Naryanganj nach Dhaka. Michael Chakma ist Sprecher einer in den Chittagong Hill Tracts ansässigen Partei, und seine Familie sowie andere Aktivist_innen befürchten, er könnte Opfer des Verschwindenlassens geworden sein.

Bitte schreiben Sie Briefe, in denen Sie Aufklärung über den Aufenthalt bzw. die Freilassung von Michael Chakma verlangen. (Hintergrund und Musterbrief hier)


2018

7. August 2018: Fotograf Shahidul Alam wegen Interview inhaftiert.

Der bekannte Fotograf und Aktivist, Shahidul Alam, wurde nach Abs. 57 des Information and Communication Technology Act verhaftet, nachdem er dem Nachrichtensender Al-Jazeera ein Interview zu den aktuellen Schülerprotesten gegeben hatte.

Bitte benutzen Sie die Musterbriefe: Activist faces 14 years in jail for media interview (Musterbriefe auf Deutsch und Englisch)

1. Januar 2018: Mord an Xulhaz Mannan aufklären

Xulhaz Mannan gründete eine Zeitschrift für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intergeschlechtliche und Queere (LGBTIQ). Im April 2016 wurde er brutal ermordet. Die Täter_innen wurden bis heute nicht ermittelt.
Schreiben Sie bitte Briefe nach diesen Informationen: Mord an Xulhaz Mannan aufklären

1. Januar 2018: Wissenschaftler zurückgekehrt (weitere Informationen)

Herr Mubashar Hasan wurde 44 Tage vermisst und viele befürchteten, dass er dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen sein könnte. Am 22. Dezember 2017 konnte der bekannte bangladeschische Akademiker jedoch nach Hause zurückkehren.
Weitere Aktionen sind nicht notwendig. Hier die Hintergrundinformationen: Wissenschaftler zurückgekehrt (Mubashar Hasan)


2017

30. Juni 2017: Inhaftiert ohne Anklage

Am 2. Juli jährt sich das Datum der Verhaftung von Hasnat Karim. Er wurde während des Angriffs auf ein Restaurant in Dhaka verhaftet. Seitdem wird er ohne Anklage festgehalten.

Schreiben Sie Appelle an die Regierung von Bangladesch: Detained without charge since july 2016 café attack

16. Juni 2017: 23 Männer auf Kaution freigelassen

23 der 28 am 19. Mai bei einer Feier im Großraum Dhaka festgenommenen Männer sind gegen Kaution freigelassen worden. Ihnen wurde Homosexualität zur Last gelegt.
Fordern Sie ein faire und unparteiische Untersuchung 23 Männer auf Kaution freigelassen

07. Juni 2017: Menschenrechtsverteidigerin mit Gewalt bedroht

Die bekannte Menschenrechtsverteidigerin Sultana Kama hat von der islamistischen Gruppe Hefaza-e-Islam Gewaltdrohungen erhalten, nachdem sie an einer Diskussion in einer Fernsehsendung teilgenommen hatte.
Schreiben Sie Briefe an den Polizeiinspekteur und den Innenminister: Human rights defender threatened with violence

22. Mai 2017: 28 Männer unter dem Verdacht verhaftet, schwul zu sein

28 junge Männer wurden am 19. Mai bei einer Sozialveranstaltung mit mehr als 150 Teilnehmern verhaftet, zu der üblicherweise schwule Personen kommen. Ihnen wird jetzt Drogenbesitz vorgeworfen und es besteht das Risiko, dass sie gefoltert oder misshandelt werden.

Schreiben Sie Briefe an den Polizeiinspekteur und den Innenminister: 28 men arrested, suspected of being gay

12. Januar 2017: In rechtswidriger Haft

Der hinduistische Fischer Rasraj Das ist seit Oktober 2016 in Bangladesch inhaftiert. Weil er ein „anstößiges“ Bild auf Facebook veröffentlicht haben soll, wurde er festgenommen und wegen „Verletzung religiöser Gefühle“ angeklagt.
Schreiben Sie bitte Briefe zugunsten von Rasraj Das: Hindu Fisherman Kept in Unlawful Detention (englisch) und deutsch


2016

16. Dezember 2016: Fate And Whereabouts of UK-Bangladeshi Man Unknown

Das Schicksal und der Aufenthaltsort des englisch-bangladeschischen Bürgers Yasin Talukder bleiben auch fünf Monate nach seinem gewaltsamen Verschwunden unbekannt.
Schreiben Sie bitte Briefe mit der Bitte um Aufklärung: Fate and Whereabouts of UK-Bangladeshi Man Unknown

02. September 2016: Studentenaktivist nach Facebook-Posts verhaftet

Der 22-jährige Student Dillip Roy wurde verhaftet, nachdem er in Posts auf Facebook die Premierministerin Sheikh Hasina kritisiert hatte. Dafür könnte er für 14 Jahre in Haft kommen.
Schreiben Sie bitte Briefe zugunsten von Dillip Roy: Student activist arrested for Facebook post

24. August 2015: Shafik Rehman ohne Anklage in Haft

Der 81-jährige bangladeschische Journalist Shafik Rehman befindet sich mehr als vier Monate nach seiner Festnahme am 16. April weiterhin ohne Anklage im Zentralgefängnis von Dhaka in Haft.
Verlangen Sie die sofortige Freilassung von Shafik Rehman: Ohne Anklage in Haft (Shafik Rehman)

19. August 2016: Hasnat Karim vor Gericht erschienen (weitere Informationen)

Hasnat Karim, der in dem Restaurant war, das am 1. Juli angegriffen wurde, wurde am 4. August dem Metropolitan Magistrates Court vorgeführt, nachdem er wochenlang ohne Kontakt zur Außenwelt gefangen gehalten worden war.
Verlangen Sie bitte die sofortige Beendigung der Isolationshaft: Hasnat Karim appeared in court on 4 August

08. Juli 2016: Genauer Aufenthaltsort von Hasnat Karim unbekannt

Hasnat Karim, seine Frau und seine Kinder gehören zu den Geiseln, die den Angriff auf ein Restaurant in Dhaka am 1. Juli überlebt haben. Die Familie war anschließend von der Polizei zur Befragung in Gewahrsam genommen worden. Die Frau von Hasnat Karim und seine Kinder sind am 3. Juli wieder freigelassen worden, er selbst wurde jedoch am 2. Juli zuletzt gesehen.
Verlangen Sie Aufklärung über den Aufenthaltsort von Hasnat Karim: Genauer Aufenthaltsort unbekannt (Hasnat Karim)

20. Mai 2016: Sorge um die Gesundheit des Journalisten Shafik Rehman
Der 81-jährige Journalist und Herausgeber Shafik Rehman befindet sich in schlechtem Gesundheitszustand im Kashimpur Central Jail außerhalb von Dhaka. Es besteht die Sorge, dass er nicht ausreichend medizinisch versorgt wird.
Schreiben Sie bitte Briefe, in denen Sie die Beendigung der Isolationshaft und eine ausreichende medizinische Versorgung von Shafik Rehman verlangen:
Health concern for detained journalist (Shafik Rehman)

5. Mai 2016: Todesurteil für Motiur Rahman Nizami bestätigt

Der Oberste Gerichtshof in Bangladesch hat am 5. Mai den Antrag auf Überprüfung des Todesurteils gegen Motiur Rahman Nizami, den Vorsitzenden der Oppositionspartei Jamaat-e-Islami, abgewiesen. Das Todesurteil gilt damit als bestätigt.
Schreiben Sie bitte Briefe, in denen Sie die Aussetzung der Todesstrafe fordern: Todesurteil bestätigt (MOTIUR RAHMAN NIZAMI)

24. März 2016: Drohende Hinrichtung von Motiur Rahman Nizami

Der Oberste Gerichtshof in Bangladesch hat am 6. März das Todesurteil gegen Motiur Rahman Nizami, den Vorsitzenden der
Oppositionspartei Jamaat-e-Islami, bestätigt. Er hat eine erneute Überprüfung des Urteils beantragt.
Schreiben Sie bitte Briefe, in denen Sie eine Umwandlung der Todesstrafe verlangen: Drohende Hinrichtung (MOTIUR RAHMAN NIZAMI)

19. September 2019